Grusswort von Katrin Habenschaden, 2. Bürgermeisterin der Landeshauptstadt München:

Liebe Kinder und Jugendliche, liebe Mitwirkende, liebes Publikum,

als Kulturbürgermeisterin der Landeshauptstadt München macht es mich besonders stolz, die Schirmpatenschaft für das Festival Rampenlichter zu übernehmen. Denn ihr, liebe Kinder und Jugendliche, seid die Zukunft unserer Stadt. Und es liegt an uns, euer Engagement ernstzunehmen, zu fördern und euch die nötige Freiheit zur selbständigen künstlerischen Gestaltung zu geben. Das Rampenlichter-Festival ist ein sehr schönes Beispiel dafür.

Die darstellende Kunst bietet ein unglaublich großes Spektrum an Ausdrucksmöglichkeiten. Die Grenzen der einzelnen Genres verlaufen dabei fließend: Tanz und Theater gehen über in Performance und bildende Kunst. Mit Freude am Spiel und der Bewegung bietet die darstellende Kunst die Möglichkeit, sich auszuprobieren und auch in der Gruppe künstlerisch tätig zu sein – egal in welchem Alter.

Das Rampenlichter-Festival gibt uns einen spannenden Einblick in die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen, und in die Art und Weise, wie sie sich künstlerisch mit den Themen auseinandersetzen. Sie entwickeln dabei oft eigene ästhetische Ausdrucksformen, setzen eigene Akzente und gehen oftmals mit einer größeren Offenheit vor als Ältere. Mich begeistert das und ich denke, das geht vielen im Publikum auch so.

Die Stadt München unterstützt das Rampenlichter-Festival von Anfang an. Besonders gefällt mir der inklusive Ansatz des Festivals. Der Rahmen ist dabei weniger vom Erfolgsdruck geprägt, sondern definiert künstlerische Leistung vielmehr so, dass auch besondere Fähigkeiten Anerkennung finden. Besonders gespannt bin ich auf das Tanz- und Theaterprojekt »always remember. never forget«, das Spielen in der Stadt e.V. in Zusammenarbeit mit dem NS-Dokumentationszentrum München präsentiert. Das Projekt setzt sich mit der NS-Zeit auseinander. Es zeigt, dass das Festival auch schwierige Themen nicht scheut. Das freut mich sehr.

Ich wünsche allen Mitwirkenden: Bleibt mutig, kreativ und leidenschaftlich!

Foto © Michael Nagy


Milo Rau – Theater-/Filmemacher & künstlerischer Leiter des Nederlands Toneel Gent (NT Gent) – über das Festival:


„Rampenlichter öffnet ein Fenster auf eine nationale und internationale Szene, wie sie verrückter, unterschiedlicher und lebendiger nicht sein könnte. Und es ist, glaube ich, gerade dieses Festival und kein anderes, das uns daran erinnert, warum wir eigentlich Tanz und Theater machen.

Ich glaube, erst bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen habe ich begriffen, was Theater eigentlich ist – warum wir Wirklichkeit spielen, warum wir uns in Welten und Menschen einfühlen, die uns fremd sind. Warum wir diese ganze Sache überhaupt veranstalten, jenseits vom Absitzen grässlicher Renommier-Premieren, mit denen wir Erwachsene uns abgefunden haben. Jenseits unserer Macken, Eingebildet- und Abgebrühtheiten. Warum wir das Theater mehr brauchen, als ganz vieles und viel-leicht ja sogar als alles andere.“

Foto © Thomas Müller