Little Black Fish Collective Berlin

// Theaterfilm
// 70 Minuten

© Little Black Fish Collective e.V.

Stückbeschreibung

“Was, meinst du, ist Widerstand?”
So lautete die Frage, als das Ensemble in der Geschichte und Gegenwart Neuköllns zu suchen begann. Die Spurensuche führte sie zu der mutigen und tragischen Geschichte der Rütli-Gruppe, deren politisches Engagement für manche von ihnen mit dem Todesurteil endete. Bei ihren Recherchen stießen die Jugendlichen schnell auf die gegenwärtige rechtsradikale Anschlagsserie in Neukölln. Auch 2020 gab es in Neukölln wieder vermehrt Anschläge. Viele Betroffene haben das Vertrauen in die Behörden gänzlich verloren. Wenn man als Betroffener den Behörden nicht mehr vertrauen kann, knickt man ein oder wird zum:r Aktivist:in – aber was steht auf dem Spiel, wenn die Politik nicht zuhört und die Mehrheit weiterhin schweigt?


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Projektbeschreibung

Das Berliner Künstler:innenkollektiv Little Black Fish Collective setzt seit 2019 in Kooperation mit der Fritz-Karsen-Schule Neukölln Theaterprojekte mit Schüler:innen durch. 2019 entstand der erste Teil von „Nach wie vor – Widerstand“. Ein Stück, welches Widerstand im Nationalsozialismus und gegenwärtige Widerstandsformen gegen Rechts zum Thema macht. Nach erfolgreicher Premiere war allen klar, dass an dem Stoff weitergearbeitet werden muss. Die politische Dringlichkeit stand außer Frage. 
Das Projekt war ursprünglich als Theaterproduktion geplant, mit Aufführungen Ende 2020. Die Corona-Pandemie zwang das Team und Ensemble zum Umdenken und so entstand im Laufe des letzten Jahres ein Theaterfilm, der auf dem Stücktext basiert.

Regie / Theaterpädagogik: Mehdi Moinzadeh-Hitze
Produktion / Theaterpädagogik: Anja Hitze 
Regie- und Produktionsassistenz: Leonard Beck, Catarina Cottone
Autorinnen/Dramaturgie: Petra Schönwald, Marianne Kjaer Klausen, Jingyun Li
Videoprojektionen / Kamera: David-Simon Groß
Videoassistenz: Lisa Tabatt 
Musik: Robin Plenio 
Kostüm: Yvonne Reidelbach
Bühnenbild: Klothilde Habrant
Schnitt: David-Simon Groß, Alexander Lyra
Schauspiel: Gloria Odosi, Lina Bischoff, Anja Hitze

Auftretende Künstler:innen:
Clara, Josephine, Lara, León, Leonie, Lore, Luiz, Mohamed, Pauline, Romin, Zoe


Vorstellung der Gruppe

Das Berliner Künstler:innenkollektiv Little Black Fish Collective setzt seit 2019 in Kooperation mit der Fritz-Karsen-Schule Neukölln Theaterprojekte mit Schüler:innen um. 2019 entstand Nach wie vor – Widerstand.
Das Ensemble besteht hauptsächlich aus Schüler:innen verschiedener Klassenstufen der Fritz-Karsen-Schule. Zwei weitere Spielerinnen aus Berlin ergänzen die Gruppe sowie zwei Schauspielerinnen vom Little Black Fish Collective.
Das Spektrum des Little Black Fish Collective reicht von Jugendprojekten und generationsübergreifenden Ensembles bis hin zu Produktionen mit professionellen Schauspieler:innen. Unsere Arbeit lebt von Kooperationen mit lokalen Partner:innen, um möglichst vielen Menschen den Zugang zu unseren Projekten zu ermöglichen.
Für Nach wie vor – Widerstand II haben wir mit dem Gemeinschaftshaus Gropiusstadt und dem Museum Neukölln kooperiert.


Erfahrungen mit Corona

Fast zeitgleich mit dem Beginn der Corona-Pandemie haben unsere Proben zu Nach wie vor – Widerstand II begonnen. Damit hatte Corona großen Einfluss auf den Produktionsverlauf. Analoge Proben mussten in den digitalen Raum verlegt werden. Der ursprüngliche Plan, eine Bühnenpräsentation für Juli 2020 zu produzieren, wurde immer weniger realistisch. Kurzerhand verlängerten wir den Projektzeitraum und beschlossen einen Teil des Stücks vor den Sommerferien filmisch zu erfassen. Dies veränderte den künstlerischen und kreativen Prozess, da das Theaterstück nun für das Medium Film konzipiert werden musste. Über den Sommer hatten wir noch die Hoffnung auf eine Livepräsentation, in der die Filmelemente mit Schauspiel auf der Bühne verbunden werden. Doch die Pandemie brachte uns schlussendlich zu dem Entschluss, das komplette Stück als Film zu produzieren. Wir freuen uns sehr, dass wir damit bei Rampenlichter dabei sein können.


Statement

Wir wünschen allen alternative Räume für Kreativität und Austausch. Neue inspirierende Sichtweisen auf künstlerische Prozesse. Und dazu viel Rückhalt und Kraft in Momenten der Frustration und Perspektivlosigkeit.


Nach wie vor – Widerstand II wird gefördert durch Mittel des Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung und der GLS Treuhand e.V.

KOOPERATIONSPARTNER


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